Digitaler Fussabdruck Reloaded – und wer hat hier eigentlich das Messie-Syndrom?

Shownotes

In dieser Folge wird’s elektrisch – und ein bisschen peinlich.

Wir tauchen ein in die unsichtbaren Energiekosten unseres digitalen Lebens: Vom harmlosen Handy-Laden für 1 Franken bis zum Rechenzentrum, das pro Stunde 6 Megawatt frisst – und KI‑Systeme, die gleich in Gigawatt‑Dimensionen unterwegs sind.

Regula erklärt „1 kWh for Dummies“ und vergleicht, was im Haushalt wirklich Strom zieht: Wasserkocher, Staubsauger, Waschen… und dann Monikas Aquarium, das zusammen mit dem Laptop mehr kostet als seine Handy-Ladungen der nächsten 80 Jahre.

Und ja: Flo’s digitales Messie-Syndrom kommt auf den Tisch. (Offenbar räumt er im echten Leben auf – aber digital? Uff.)

Wir reden über:

  • Warum jede Google-Suche, jeder Chat und jedes Katzenvideo Strom und Wasser verbraucht
  • Wieso Streaming – v. a. 4K – ein CO₂‑Monster ist
  • Wieso eine E‑Mail 10x mehr Energie verbraucht als ein Chat
  • Und warum KI‑Modelle beim Trainieren Tonnen von CO₂ rausblasen

Aber keine Angst: Wir retten die Stimmung! Mit Small Things That Matter – Tipps, die wirklich etwas bringen:

  • Auflösung runter → bis zu 70 % Emissionen sparen
  • Autoplay aus, WLAN an
  • Kamera in Videocalls nicht immer nötig
  • Lesezeichen statt Dauer‑Google
  • Umweltfreundliche Suchmaschinen
  • Weniger Cloud‑Datenmüll → Gruss an Philippe Devaud, den digitalen Hauswart des Kantons
  • Links statt Dateien verschicken
  • Geräte länger nutzen (+1 Jahr = –30 % Fussabdruck)
  • Dark Mode & Schwarz‑Weiss‑Trick

Das grosse Fazit: Kleine Klicks machen wenig – Milliarden Klicks machen viel. Und unser digitaler Lebensstil ist längst ein relevanter Teil unseres persönlichen CO₂‑Budgets. In Holland peilen manche Bürger*innen freiwillig 2 Tonnen CO₂ pro Jahr an. In der Schweiz liegen wir bei 10–14 Tonnen. Da lohnt sich jedes Byte, das wir einsparen.

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